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Was ist Glimmer?

Aufbau und Zusammensetzung

Glimmer ist der mineralogische Sammelbegriff für eine Mineralgruppe mit gemeinsamen strukturellen und chemischen Eigenschaften. In struktureller Hinsicht ist es die fundamentale Spaltbarkeit in einer Ebene in dünne, zähe und elastische Blättchen. 

Die Farbverteilung ist folgende:

  • Muskovit: farblos oder nur hell gefärbt in grün, rubin, rot und braun
  • Phlogopit: bernsteinfarben (Ambergglimmer), braun, grau oder grün
  • Biotit: schwarz, dunkelbraun, rötlich-braun oder grün



Einsatzgebiete von Glimmer

Grundsätzlich gibt es für Glimmer zwei unterschiedliche Anwendungsbereiche:

Zum einen handelt es sich hierbei um die optische Anwendung. Hier werden Einzelscheiben als Glasschutz für Schaugläser von Wasserstands- und Niveauanzeigern verwendet. Durch den Einbau der Glimmerscheibe zur Mediumseite wird das entsprechende Glas vor hohen Drücken, Temperaturen und vor der damit verbundenen Erosion der Oberfläche geschützt. Ferner bietet der Glimmer auch einen Schutz gegen aggressive Medien wie Basen, Laugen oder Säuren.

Glimmerpakete werden als Substitut für Glas bei Drücken ab PN 63 und hohen Temperaturen verwendet. Die Lichtdurchlässigkeit und die Klarheit des Glimmers sind hierbei die ausschlaggebenden Qualitätsmerkmale.

Glimmer wird aber auch in der Elektroindustrie als Wärmeschutz und Isolator eingesetzt.

Trotz aller Vorteile, die für den Einsatz von Glimmer sprechen, darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass es sich hierbei um ein Naturprodukt handelt, welches in der Farbgebung und der Oberflächengüte abweichen und mineralische/organische Einschlüsse aufweisen kann. Ferner ist auch Glimmer ein Verschleißmaterial.

Weitere Details zu Eigenschaften und Vorkommen (PDF-Datei)